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VFD-Rheinland-Pfalz
Vergiftungsfälle PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hans Michel   

Die VFD erfuhr aktuell von mehreren Vergiftungsfällen bei Pferden, die möglicherweise
durch Gifte in Gräsern verursacht sein könnten.
Seit einiger Zeit bereits befassen sich die VFD- Fachleute mit der Problematik, dass
durch Gifte in Gräsern schwerwiegende Gesundheitsstörungen bei Pferden verursacht
werden können, bis hin zu ´´rätselhaften‘‘ Todesfällen. Ursache sind möglicherweise
Giftstoffe, die von pilzlichen Mikroorganismen, die im Inneren der Gräser leben
(Endophyten), gebildet werden, ursprünglich zum Schutz ihrer Wirtspflanzen. Je nach
Art des Giftes und Konstitution des Pferdes können Symptome wie ‘‘dicke Beine´´
und Durchfall bis hin zu Hufrehe, Unfruchtbarkeit, Nervenstörungen, vielleicht aber
auch solche der ‘‘atypische Weidemyopathie´´ oder der ‘‘grass sickness‘‘ auftreten.
Die Symptome sind so unterschiedlich, dass vom Tierarzt häufig kein Zusammenhang
erkannt wird. Ob Gifte in Gräsern im Spiel sind, kann nur der Nachweis des
Giftes sicher aufzeigen. Das hat sich bislang als nahezu unmöglich erwiesen, da keine
unabhängigen Labore in Europa bekannt waren, die diesen Nachweis führen können.
Der VFD- Arbeitskreis Umwelt verfolgt das Thema ‘‘Gefahr durch Endophytengifte in
Gräsern´´ im Rahmen eines mehrjährigen Projektes und ist zuversichtlich, im Laufe
des kommenden Jahres ein oder mehrere Labor(e) für derartige Messungen der Giftgehalte
benennen zu können.
Daher ist es für betroffene Pferdehalter sinnvoll, im Verdachtsfall schon jetzt Proben
zu sichern. Die Proben müssen in der Zeit genommen werden, in der das Tier Vergiftungssymptome
zeigt, aber bevor eine medikamentöse Behandlung einsetzt. Für
Blutproben nimmt man Vollblut in ein neutrales Röhrchen (keine Zusätze). Das Blutserum,
das sich absetzt, ist die eigentliche Probe, doch schadet es nicht, auch den
Blutkuchen aufzuheben. Zusätzlich kann Heparin sinnvoll sein. Urinproben sollten 20
bis 50 ml Flüssigkeit enthalten. Alle Proben lagert man bei -20 °C, z.B. im Tiefkühlfach.
Auch der Transport zu einem Labor muss bei -20 °C erfolgen! "
Nähere Informationen:
http://www.vfdnet.de/info/info_anzeigen.php?info_id=5659&verbandid=1

Autor: Arbeitskreis Umwelt
Und wieder einmal ein Grund Mitglied zu werden.