„Runder Tisch“ mit Reitern und Pferdehaltern
am Dienstag, den 20. September 2011
im Kleinen Saal der Westerwaldhalle, 56477 Rennerod
Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste
Beginn: 18.00 Uhr Ende: 20.40 Uhr
Begrüßung
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Herr Heene begrüßt im Namen von Verkehrsverein, Stadt Rennerod und Tourist-Information alle Anwesenden recht herzlich. Er weist darauf hin, dass Reiter als „Naturteilnehmer“ in unserer Region ausdrücklich erwünscht sind und der „Runde Tisch“ den Dialog und das gegenseitige Verständnis und die Rücksichtnahme aller Freizeitaktiven untereinander fördern soll.
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Herr Schnug und Herr Anhalt von der „Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer e.V.“ (VFD) stellen sich vor und erläutern die Aufgaben und Ziele der Organisation.
Diskussion
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Herr Daum spricht die Problematik an, dass einige Reiter u.a. die teuer angelegten bzw. instandgesetzten Radwege in der VG durch Unverständnis und Unachtsamkeit für andere Naturteilnehmer zerstören. Auf die Frage von Herrn Schnug, ob die Reiter beim Anlegen des Radweges in die Planung mit eingebunden wurden und über eine Kombination eines Radweges mit einem Seitenstreifen als Reitweg nachgedacht wurde erwidert Herr Daum, dass die geringe Breite der alten Bahntrasse dies in einigen Bereichen nicht möglich macht.
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Frau Ketter weist darauf hin, dass in einigen Fällen eine Teilnutzung der Wander- und Radwege nicht vermeidbar ist, da es für die Reiter keine geeigneten Ausweichmöglichkeiten gibt oder eine Querung der Wege notwendig ist.
Es folgen Hinweise und Vorschläge:
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Im Bergischen Kreis wurden spezielle Schilder aufgestellt, um eine Parallel-Nutzung der Wege von Reitern und Wanderern deutlich zu machen und die gegenseitige Rücksichtnahme zu fördern.
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Es wird angeregt, auch Forst und Jagd mit an den Tisch zu holen, um möglichst viele verschiedene Sichtweisen einbeziehen zu können
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Es gab zum Teil Probleme, dass Reiter, die auf nicht geeignetem Gelände unterwegs waren, zur Rede gestellt wurden und auf die Ansprache nicht bzw. sehr unfreundlich reagiert wurde.
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Vorschlag, dass eventuell das freiwillige Anbringen von Plaketten zur Identifizierung der „guten Reiter“ hilfreich wäre, auch Schulungen oder Seminare hierzu könnten angeboten werden. Laut Herrn Anhalt wurde in der VG Asbach diese Positiv-Markierung ausprobiert und hier wurden gute Erfolge damit erzielt.
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Problematik, dass manche Landwirte Wege absperren oder sogar mit schlecht sichtbaren Drähten eine echte Gefährdung von Pferd und Reiter provozieren. (Herr Heene weist ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht erlaubt ist)
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Andere Naturnutzer, wie z.B. Quadfahrer und Fahrradfahrer, sind z.T. wesentlich gefährlicher und zerstörerischer als Reiter
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Auch Herr Stalp aus Driedorf erwähnt die besondere Problematik an der Bahntrasse/Radweg, da ein Umreiten an vielen Stellen nicht möglich ist
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Herr Daum erläutert, dass auch die Ruhezonen für das Wild beachtet werden müssen und deshalb z.B. schon die Anzahl der Wanderwege in der VG Rennerod reduziert wurden
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Wanderreiter sind in der Regel mit GPS oder geeignetem Kartenmaterial und im voraus ausgearbeiteten Routen unterwegs
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Eine Markierung von geeigneten Wegen mit Forstfarbe oder in einer Karte könnte die Nutzung von geeigneten Wegen fördern
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Von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) gibt es Merkblätter mit den „10 Geboten für Reiter“ zum richtigen Umgang mit und dem richtigen Verhalten in der Natur
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Das Problem sind in der Regel nur einige „wilde“ Reiter, die sich aus Unwissenheit, Bequemlichkeit oder evtl. auch Zerstörungswut nicht vernünftig benehmen
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Die ausschließliche Benutzungserlaubnis für speziell ausgewiesene Reitwege wird von keinem anwesenden Reiter gewünscht. Allerdings äußern einige Personen den Wunsch nach einer Karte, auf der benutzbare und besonders geeignete Wege eingezeichnet sind oder auch nach einem markierten Rund-Reitweg. Dieser würde jedoch nicht gleichzeitig eine Erleichterung beim Finden von Strecken von A nach B bedeuten.
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Herr Daum schlägt vor, Vertreter von Reitern, Forst, Jagd, Landwirtschaft und Tourismus zum weiteren Gedankenaustausch, zur Planung der weiteren Vorgehensweise und Ideensammlung zu einem weiteren Treffen einzuladen.
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Pferdehalter sind sehr häufig auch Landwirte und die Pferdehaltung bringt auch einen ökologischen Nutzen, da z.B. eine weitere Verbuschung der Region verhindert wird
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Auch bei speziell ausgewiesenen Wanderwegen, wie z.B. dem Westerwald-Steig, gibt es z.B. nur einige Punkte, an denen Reiter oder auch Radfahrer den Weg tatsächlich schädigen würden.
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Die ländliche Umgebung ist nicht unbedingt nur vorteilhaft, da viele junge Reiter sich nicht ausreichend ausbilden lassen bzw. z.T. auch nicht mehr die entsprechenden Kenntnisse über Natur und Landwirtschaft haben, jedoch die Möglichkeit, relativ einfach auf eigene Faust loszureiten
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Anregung, eventuell einen Ferien-Reit-Führerschein für Kinder und Jugendliche anzubieten
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Unter www.gpsies.com sind reitbare Routen mit einem Pferdesymbol für GPS-Nutzer veröffentlicht. Die Einstellung der Wege wird jedoch ohne weitere Prüfung von Jedermann erfolgen.
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Es wird ein Stammtisch bzw. regelmäßiges „Reitertreffen“ gewünscht, um sich auch weiterhin austauschen zu können. Die Terminfindung bzw. Bekanntmachung kann mit Hilfe der Tourist-Information erfolgen, sollte dann jedoch zukünftig in Eigenregie organisiert werden. Frau Schütz erwähnt, dass es ihres Wissens in Westerburg einen solchen Treff gibt, der auch von Nichtmitgliedern besucht werden kann.
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Es müsste auch einmal grundsätzlich geklärt bzw. besprochen werden, ob Pferde Radwege denn tatsächlich zerstören oder nicht vielleicht in vielen Fällen nur Hufabdrücke hinterlassen
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Herr Reuscher weist darauf hin, dass es unbedingt notwendig ist, frisch angelegte Wege sich erst einmal setzen zu lassen. Die Natur verfestigt diese Wege innerhalb weniger Monate selbsttätig und auf nachhaltige Art und Weise, so dass diese Wege in der Regel dann auch jahrelang gut nutzbar bleiben.
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Wichtig: Sich immer wieder einmal umdrehen und selbst prüfen, dass man keinen Schaden anrichtet.
Herr Heene fasst zusammen, dass eine weitere Zusammenarbeit und weitere Gespräche stattfinden sollen und bittet interessierte Personen, sich nach Ende des Treffens bei den Mitarbeiterinnen der Tourist-Information zu melden.
Frau Stelzen dankt allen Anwesenden für die konstruktiven Beiträge und hofft, dass der Abend ein guter Anfang für weitere Aktivitäten sein wird.
Protokoll:
Kerstin Doliwa
Tourist-Information Hoher Westerwald
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