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VFD-Rheinland-Pfalz
Test: Hufschuhe für Fahrpferde Teil III PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Hans Michel   
Teil III- letzter Teil

Nach nunmehr mehr als einem Jahr möchten wir mit diesem letzten Teil unseres Berichtes ein Fazit ziehen:

Innenansicht Hufschuh- hier sieht man deutlich, wie sich der Stollen ins Hufschuhinnere durch das Comfort Pad gedrückt hatIm April 2010 erhielten wir die Hufschuhe der Firma Easy Boots, Epic mit Gaiter und Stollen für unsere Comtois Stuten. Wie bereits in den zwei Berichten im letzten Jahr aufgeführt, ist sowohl das Anziehen als auch das Ausziehen nach zwei-, drei Mal üben kein Problem. Was aber als Problem bestehen blieb, war die Sache mit Stollen- wir probierten die Unterlagscheiben aus. Dies hielt für mehrere Wochen wunderbar, doch nach diesen Wochen drückten auch diese sich in die Hufschuhe hinein und einmal sogar in den Huf. Nach Rücksprache mit Jürgen probierten wir andere Stollen aus, leider mit dem gleichen Ergebnis. Somit müssen wir in Bezug auf Stollen sagen, dass diese für unsere Pferde absolut ungeeignet sind, da unsere Pferde mit 900 und fast 1.000 Kg zu schwer sind.
Also probierten wir die Hufschuhe ohne Stollen aus. Dies funktioniert bedingt einwandfrei- solange es trocken ist, hat man in jedem Gelände und auf jedem Belag sehr guten Grip. Sobald die Straße aber feucht ist oder man von feuchtem Gras auf Asphalt kommt, ist der Grip nicht ausreichend und unter Belastung rutschen die Pferde auf Asphalt sehr- eine unserer Stuten rutschte so aus, dass sie fast auf die Straße gefallen wäre. Laut Jürgen soll in diesem Jahr der Easyboot mit anderer Sohle auf den Markt kommen, die dann definitiv mehr Grip haben soll- das wäre eine echte Alternative.

Nach nunmehr gut 1.000 Km zeigen die Hufschuhe echte Verschleißerscheinungen- die Seile der Verschlüsse sind fast alle gerissen oder aber die seitlichen Rollen, über die die Seile laufen, sind aus dem Gummi gerissen. Die Sohle als solche ist noch topp und würde mit Sicherheit noch weitere 1.000 Km halten- auch ohne Stollen.

Was ist also unser Fazit: Die Hufschuhe haben uns absolut überzeugt! Ja, auch trotz der Problematik mit den Stollen! Hier genau liegt der Hase im Pfeffer: Wir raten jedem zu den Hufschuhen, wenn sein Pferd nicht mehr als 600 Kg wiegt (dies ist ein Schätzwert von uns), denn dann liegen die Hufschuhe im Vergleich zum Beschlag unserer Meinung ganz klar vorn:

Außenansicht Hufschuh- hier sieht man, wie sich die Stollen Stück für Stück in den Hufschuh eindrücken. Ein Stollen fehlt bereitsDer Hufmechanismus wird nicht beeinträchtigt, der Huf kann fast wie Barfuß abhufen und die seitliche Ausdehnung beim Aufhufen wird durch den Schuh überhaupt nicht eingeschränkt
Dadurch, dass der Hufschuh unten geschlossen ist, ist ein Fahrt über Schotter und/ steinige Wege überhaupt kein Problem, da die Gummisohle keinen Druck auf die Hufsohle zulässt
Das An- und Ausziehen ist nach kurzer Zeit ein Kinderspiel
Die Schuhe haben sich, auch wenn sie nach einem Jahr verschlissen sind, amortisiert!
Das lästige „Dem Pferd fehlt ein Eisen“ ist hinfällig- die Schuhe sind immer da und müssen nur angezogen werden
Die Schuhe gehen nicht verloren- wir haben in diesem einen Jahr eine Zeit gehabt, in der wir den Schuh öfters verloren haben. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Schuhe nicht passten. Dies lag nicht an den Schuhen, sondern daran, dass sich die Hufe unsere Stuten so positiv verändert hatten, dass wir eine Nummer kleiner benötigten.

Wie gesagt, wir können diesen Hufschuh für Fahrpferde bis 600 Kg guten Gewissens jedem empfehlen! Gerne würden wir weiterhin mit dem Schuh weiterfahren- aber vielleicht ist der neue Schuh mit besserem Grip ohne Stollen dann für uns eine Alternative! Wir haben jedenfalls immer noch vier funktionierende Schuhe in Reserve- damit wenn wir mal wieder an die Weide kommen und feststellen, dass einem Pferd ein Eisen fehlt, die gute Laune nicht vorbei ist, sondern wir trotzdem fahren können!!!

Eine schöne Fahrsaison wünscht Euch

Hans Michel
Beauftragter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit
VFD Rheinland- Pfalz